Autogas-Umrüstung: Kosten, Ablauf, Amortisation
Eine Autogas-Umrüstung ist die häufigste Art, an ein Gasfahrzeug zu kommen. Dieser Artikel erklärt, was dafür nötig ist, womit Sie rechnen müssen und worauf Sie achten sollten.
Welche Fahrzeuge lassen sich umrüsten?
Grundsätzlich jeder Benziner. Am unkompliziertesten sind Saugmotoren mit Saugrohreinspritzung. Bei Turbomotoren und Benzin-Direkteinspritzern ist der Umbau aufwendiger, weil die Einspritzventile gekühlt werden müssen oder zusätzlich Benzin eingespritzt wird. Dafür gibt es spezielle Anlagen, die meist teurer sind. Reine Dieselfahrzeuge lassen sich nicht auf Autogas umrüsten.
Sinnvoll ist eine Umrüstung vor allem bei Fahrzeugen, die Sie noch einige Jahre fahren wollen. Fragen Sie die Werkstatt, ob für Ihr konkretes Modell und Baujahr eine passende Anlage existiert.
Was kostet die Umrüstung?
Die Kosten hängen von Motor, Zylinderzahl, Anlagentyp und Tank ab. Grob liegt eine Umrüstung im Bereich von rund 1.500 bis 3.000 €, bei Direkteinspritzern auch darüber. Lassen Sie sich ein schriftliches Festpreisangebot geben und fragen Sie, was darin enthalten ist (Anlage, Tank, Einbau, Abnahme, Einstellung, Garantie).
Ablauf
- Beratung und Angebot: Fahrzeug, Fahrleistung und Wünsche besprechen, Anlage und Tank auswählen.
- Einbau: dauert in der Regel ein bis drei Tage.
- Abnahme: Die Anlage muss durch eine Prüforganisation abgenommen und in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden. Erst danach darf das Fahrzeug mit Gas fahren.
- Einstellung und Nachkontrolle: Nach einigen hundert Kilometern lohnt sich eine Kontrolle der Einstellung.
Wartung und Prüfung
Die Gasanlage braucht regelmäßige Wartung, zum Beispiel einen Filterwechsel nach Herstellervorgaben. Außerdem wird sie bei den vorgeschriebenen Prüfungen mitkontrolliert. Intervall und Umfang erfahren Sie von Ihrer Werkstatt und der Prüforganisation.
Garantie und Motor
Bei Neufahrzeugen kann die Umrüstung die Herstellergarantie berühren. Klären Sie das vorher schriftlich mit dem Hersteller oder Händler. Bei älteren Fahrzeugen sind vor allem die Ventilsitze ein Thema: Gas schmiert weniger als Benzin. Eine gut eingestellte Anlage mit passender Technik und Motoren, die dafür geeignet sind, laufen in der Praxis meist unproblematisch.
Lohnt sich das für mich?
Das hängt von drei Dingen ab: den Umrüstkosten, Ihrer jährlichen Fahrleistung und dem Preisunterschied zwischen Benzin und Autogas. Mit dem Amortisationsrechner auf amortisations-rechner.de können Sie das für Ihren Fall durchrechnen und sehen, nach wie vielen Kilometern sich die Anlage bezahlt macht.
Ein Vergleich der Kraftstoffe steht im Artikel Autogas, Benzin oder Diesel, Hinweise zur Werkstattwahl unter Autogas-Umrüster und Anlagenhersteller.