Autogas und Umwelt
Autogas wird oft als saubere Alternative beworben. Was stimmt daran, und wo liegen die Grenzen?
CO2
Beim Verbrennen von Autogas entsteht pro gefahrenem Kilometer etwas weniger CO2 als bei Benzin, weil Propan und Butan weniger Kohlenstoff pro Energieeinheit enthalten. Der Unterschied liegt im Bereich von etwa zehn Prozent. Das ist ein Vorteil, aber kein Durchbruch. Autogas ist ein fossiler Kraftstoff.
Stickoxide und Feinstaub
Beim Thema Luftqualität schneidet Autogas gut ab: Es entsteht deutlich weniger Ruß und Feinstaub als bei Dieselmotoren, und die Stickoxid-Emissionen liegen meist unter denen von Dieselfahrzeugen. Gegenüber modernen Benzinern mit Partikelfilter ist der Unterschied kleiner.
Vergleich im Überblick
| Antrieb | CO2 | Stickoxide | Feinstaub |
|---|---|---|---|
| Benzin | Referenz | mittel | gering bis mittel |
| Diesel | niedriger als Benzin | höher, abhängig von Abgasreinigung | mit Partikelfilter gering |
| Autogas | etwas niedriger als Benzin | niedrig | sehr gering |
| Hybrid | niedriger | wie Verbrenner | wie Verbrenner |
| Elektro | keine Abgase vor Ort, Bilanz hängt vom Strommix ab | keine | nur Reifen- und Bremsabrieb |
Die Tabelle gibt Tendenzen wieder. Konkrete Werte hängen von Fahrzeug, Baujahr und Fahrweise ab.
Ehrliche Einordnung
- Autogas ist für Besitzer eines Benziners eine sofort verfügbare Möglichkeit, Kosten und Emissionen etwas zu senken, ohne das Auto zu wechseln.
- Für Klimaziele reicht das allein nicht. Ein Elektroauto mit Ökostrom oder ein sehr sparsames Fahrzeug schneidet langfristig besser ab.
- Wer ein vorhandenes Fahrzeug weiterfährt, vermeidet die Emissionen einer Neuproduktion. Das gehört in die Rechnung.
- Autogas ist als Nebenprodukt der Öl- und Gasförderung verfügbar, wird aber nicht klimaneutral.
Zu den Kosten lesen Sie Autogas, Benzin oder Diesel, zur Technik Was ist Autogas?.